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Deutsche und französische Minister stärken libyscher Einheitsregierung den Rücken


Der deutsche und französische Außenminister besuchten am Samstag Tripolis, um Ihrer Unterstützung für die neue, UN-gestützte Einheitsregierung Ausdruck zu verleihen. Sie baten, falls es nötig sei, Schulungsmaßnahmen für die Sicherheits- und Grenzkräfte des Landes an. Minister Frank-Walter Steinmeier sagte, etwaige Trainings würden in den Anfangsphasen noch außerhalb Libyens stattfinden, bis die Sicherheitslage komplett stabilisiert ist.

Die Betonung lag darauf, dass nur auf Anfrage Libyens Schritte unternommen würden.

"Es wird nichts unternommen, solange die Regierung das nicht wünscht und es konkret untersucht", unterstreichte der französische Minister Jean-Marc Ayrault. Er appellierte auch an Libyens Nachbarn, inklusive Ägypten, die neue Einheitsregierung zu unterstützen, "es gäbe keinen anderen Weg".


Der Westen legt sein Vertrauen in die Einheitsregierung insbesondere bei den Herausforderungen zur Bewältigung von Migrantenströmen über das Mittelmeer.

Der Vorsitzende der Einheitsregierung, Fayez Seraj, erklärte Schlichtung, Sicherheit und wirtschaftliche Interessen als die prioritären Schwerpunkte der neuen Administration. Er ergänzte, dass er "Kooperationen in Angelegenheiten der illegalen Migration erwarte, sodass libysche Strände wie zuvor gesehen werden können und nicht als Quelle von Todesbooten".